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Endlich sicher? LSBTI Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen

Der neue Flyer der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben ,Schwule und Trans* in NRW Endlich sicher? LSBTI Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen informiert über die Situation von LSBTI*-Geflüchteten und über Schulungsangebote für Einrichtungen, die mit Geflüchteten arbeiten. Er kann heruntergeladen oder in gewünschter Anzahl hier bestellt werden.


Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Lesben, Schwule und Bisexuelle sind in den letzten Jahren sichtbarer geworden und haben an gesellschaftlicher Akzeptanz gewonnen. Dennoch neigen laut der Studie „Abwertung gleichgeschlechtlich liebender Menschen in Nordrhein-Westfalen“ immer noch rund 13 Prozent der Befragten zu deutlich homophoben Einstellungen, halten Homosexualität für unmoralisch und finden es ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen.

Zugleich werden rechtskonservative Bewegungen stärker, die gegen eine moderne Antidiskriminierungspolitik mobilisieren und sich offen homo- und transphob positionieren.

Trans*Menschen, die sich einem anderen als dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht zugehörig fühlen, sind in den letzten Jahren zwar sichtbarer geworden. Im Alltag lösen jedoch Menschen, die von stereotypen Vorstellungen über „männliches“ oder „weibliches“ Aussehen und Verhalten abweichen, häufig Irritationen bis hin zu Aggressionen aus.


Diskriminierung und Gewalt im Alltag

Diskriminierung und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen umfassen eine große Bandbreite von Erfahrungen. Sie reicht von der abwertenden Bemerkung oder der Beschimpfung bis hin zur Drohung oder körperlichen Gewalt. Die Orte und Situationen, in denen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen Diskriminierung und Gewalt erleben, finden sich nahezu in allen Lebensbereichen.


Informationen und Unterstützung

Ein Netzwerk von Anlauf- und Beratungsstellen in NRW steht für eine telefonische, persönliche oder E-Mail-Beratung bei Diskriminierung, Gewalt und häuslicher Gewalt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen zur Verfügung.

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen zu

  • Beratungs- und Anlaufstellen in NRW
  • allen Aspekten von Diskriminierung, Gewalt und häuslicher Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen
  • Handlungsmöglichkeiten und rechtlichen Schritten
  • Veranstaltungen und aktuellen Projekten

Landesfachstelle

Die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW ist eine vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Fachstelle zu den Themen Diskriminierung, Gewalt und häusliche Gewalt im Hinblick auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen.

Sie hat die Aufgabe:

  • landesweit über Diskriminierung, Gewalt und häusliche Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen zu informieren
  • Beratungsangebote für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* Menschen, die Diskriminierung und Gewalt erfahren, zu unterstützen und zu vernetzen
  • Projekte auf den Weg zu bringen, die zum Abbau von Gewalt und Diskriminierung beitragen
  • landesweit Diskriminierungs- und Gewaltfälle zu dokumentieren

Ein Flyer der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW kann hier heruntergeladen, oder bei der Fachstelle in gewünschter Anzahl bestellt werden.


„ICH ZEIGE DAS AN!“ lautet das Motto einer landesweiten Kampagne, die die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW erarbeitet hat. Damit möchte die Fachstelle mit Sitz im rubicon e.V., Köln, Menschen ermutigen, Strafanzeige zu stellen, wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verbal oder körperlich angegriffen werden.

„Niemand hat das Recht, dich zu beleidigen oder körperlich anzugreifen. Beleidigungen und körperliche Übergriffe gegen LSBTIQ*gehören angezeigt“, heißt es auf bunten Postkarten mit sympathischen Emoji-Motiven. Die Postkarten sollen landesweit in Szenekneipen und Treffpunkten ausgelegt und auf Internetportalen der Community verbreitet werden. Zudem gibt ein Flyer Tipps und Infos zum Anzeigen von Gewalt bei der Polizei. Auf der Webseite www.ich-zeige-das-an.de können alle Informationen auch online vom Smartphone oder PC abgerufen werden.

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Aktion der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW. „Es ist beschämend, dass Menschen immer noch Zielscheibe von homo- und transphober Gewalt werden“, sagte Familienminister Joachim Stamp. Die nordrhein-westfälische Landesregierung trete homo- und transphob motiviertem Hass und Gewalt konsequent entgegen. „Wir zeigen null Toleranz gegenüber denjenigen, die Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität diskriminieren. In Nordrhein-Westfalen sollte es jedem Menschen möglich sein, frei und selbstbestimmt zu leben“, betonte der Minister.

Auch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen begrüßt die Kampagne der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in Nordrhein-Westfalen.

„Leider hat sich an der Homo- und Transfeindlichkeit auch ein Jahr nach der Einführung der „Ehe für Alle“ nichts geändert,“sagt die Leitung der Landeskoordination, Şefik_a Gümüş. In der Arbeit vor Ort werde deutlich, dass sich viele Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* Inter* und queer lebende Personen oft nicht trauen, Strafanzeige zu erstatten, wenn sie angepöbelt oder Opfer von Übergriffen werden, berichtet Şefik_a Gümüş weiter. Auch käme hinzu, dass es zu wenig Wissen darüber gibt, was alles angezeigt werden kann. Eine Hemmschwelle gebe es zudem bei älteren schwulen Männern, die in Zeiten des § 175 StGB Erfahrung mit staatlicher Verfolgung gemacht und Angst davor haben, zur Polizei zu gehen.

Şefik_a Gümüş: „Das Thema homo-und trans*feindlich motivierte Gewalt wird von der Polizei in Nordrhein-Westfalen ernst genommen. Durch regelmäßige Schulungen erreichen wir eine zunehmende Sensibilisierung für die Lebensrealitäten von LSBT*I*Q. Bei Strafanzeigestellung ist es für die Polizei hilfreich, wenn die offensichtliche bzw. vermutete homo-oder trans*feindliche Motivation der Täter_innen thematisiert wird.“ Das trägt auch dazu bei, dass homo-und trans*feindlich motivierte Hasskriminalität statistisch sichtbarer wird, erklärt Şefik_a Gümüş weiter.
Zu Fragen rund um die Strafanzeigenstellung bietet die Landeskoordination NRW-weit Beratungen an.




Kontakt:
Şefik_a Gümüş
0221-2766999-55
sefika.guemues@rubicon-koeln.de


Beratung in NRW

Die Flyer der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW "Homo- und transphobe Gewalt. Informationen für Betroffene" und "Liebe Leben ohne Gewalt" können heruntergeladen oder in gewünschter Anzahl hier bestellt werden.

Hilfe

Haben Sie Fragen zu Diskriminierung und Gewalt?

Wollen Sie wissen, was Sie tun und wohin Sie sich mit rechtlichen Fragen wenden können?

Benötigen Sie Unterstützung und Beratung?

Hier finden Sie  Informationen zu Ansprechpartner_innen und Anlaufstellen in NRW.


Schwule Überfalltelefone Köln und Düsseldorf

Hier kommt ihr mit einem Klick zum SÜT Köln http://www.koeln19228.de/ und SÜT Düsseldorf https://duesseldorf.aidshilfe.de/de/aufklarung-pravention/schwule-und-msm/schwules-ueberfalltelefon.